GrĂĽĂźe aus der Umweltwerkstatt!

Hey und schöne Grüße aus der Umweltwerkstatt!

Ihr kennt uns von der Umweltwerkstatt vielleicht schon länger. Aber seit einem Jahr hat sich viel geändert. Wir, die diesen Artikel schreiben, sind nämlich erst seit kurzem dabei. Und was seitdem passiert ist und was noch kommt, das wollen wir euch hier zeigen.

Im Frühjahr 2020 kamen alte Vereinsmitglieder auf die Ortsgruppe von Fridays For Future in Braunschweig zu und fragten uns ob wir nicht vielleicht Lust, im Verein mitzuarbeiten. Wir fühlten uns sofort angesprochen, da wir zusätzlich zu den Demonstrationen und Aktionen, die wir mit FFF organisiert haben, auch konkrete praktische Projekte umsetzen wollten. Wenig später besteht der Vorstand aus den jungen FFF’ler*innen.

In unserer Arbeitsgemeinschaft „Energiewende 38“ arbeiten wir im Moment konkret daran ein Mietmodell für Solaranlagen auf städtischen Dächern zu etablieren, damit Vereine wie wir aktiv bei der Energiewende in Braunschweig beitragen können. Dabei konnten wir im November einen kleinen Erfolg feiern. Der Stadtrat will nun offiziell das Mietmodell für Photovoltaik-Anlagen ausprobieren. Manche, die die Umweltwerkstatt schon länger kennen, werden wissen, dass dies schon lange ein Ziel des Vereins und anderer Energiewendler*innen war. Nach dem Mietmodell werden uns städtische Dächer zu Verfügung gestellt. Anschließend errichten wir als Verein eine Anlage und überlassen den Dachbesitzer*innen den Strom der Anlage gegen eine konstante Mietgebühr. Errichtung, Wartung, Ausschreibung, all das soll unser Problem sein. Die Schule, die Kita, das Krankenhaus will sauberen Strom; und das Mietmodell macht dies möglich. Die erste Anlage nach diesem Konzept soll voraussichtlich in wenigen Monaten auf dem Dach der Grundschule Bebelhof entstehen. Zu diesem Thema gab es einen netten Artikel über uns in der Braunschweiger Zeitung.

Weiterhin grĂĽndeten wir neben der Arbeitsgruppe Energiewende38 eine Gruppe Ă–ffentlichkeitsarbeit. Eine neue Website wurde erstellt, ein neues Logo wird entworfen, Social Media Accounts erstellt und neuer Content erdacht. Mit modernen Mitteln wollen wir wieder Leben in den Verein bringen und gemeinsam mit BĂĽrgern und BĂĽrgerinnen die Energiewende in Braunschweig voranbringen. Und dies ist auch bitter nötig, wenn man sich die fĂĽr Paris notwendigen Ausbauziele der Erneuerbaren zu GemĂĽte fĂĽhrt. 

Zusätzlich zu den bestehenden Arbeitsgemeinschaften planen wir neue Projekte zu initiieren. Doch während dieser Pandemie mit Schwung in neue Projekte zu starten, ist schwieriger als gedacht. Perspektivisch wollen wir unserem Namen wieder gerecht werden und vielen Menschen ermöglichen, aktiv an konkreten Lösungen mit zu werkeln. 

NatĂĽrlich bringen wir als neuer junger Schwung Menschen, neue und frische Ideen mit in den Verein. Aber erstmal mussten wir uns in Vereinsstrukturen einarbeiten, es gab jede Menge zu lernen und bei 30 Jahren Vereinsgeschichte immer wieder neue Entdeckungen.

In den folgenden Monaten werden wir anfangen unseren Instagram Kanal und unsere Website zu bespielen. Auf Instagram heißen wir @uww_ev. Bei weiteren Fragen könnt ihr uns unter info@umweltwerkstatt.org erreichen.

Wir sitzen also in den Startlöchern und bereiten uns vor sobald die pandemische Lage es zulässt endlich richtig durchzustarten.

Ganz die Euren,

Frederik van der Veen, Vorsitzender Umweltwerkstatt e.V.

Januar 2021

Die Geschichte der uww e.V.

Hier können Sie die Chronik unseres Vereins nachlesen.

1980 Gründung „ Verein für Medien, Technik und Kommunikation“ von Studenten der TU BS
Ziel ist ein rechtlicher Rahmen als Dach für Initiativen und Einzelpersonen, die sich mit alternativen Lebens- und Arbeitsformen, Umweltschutz, sozialen Fragen und handwerklich / künstlerisch betätigen wollen.
Organisation in Arbeitsgemeinschaften, Schwerpunkte der ersten Jahre sind
– Medien / Ă–ffentlichkeitsarbeit und Räume fĂĽr  politische Diskussionen.
– Technik mit den Schwerpunkten Verkehr und Energieversorgung
– Mitwirken am Bau des Kulturzentrums Brunsviga in der KarlstraĂźe
  Schaffung von Werkstätten und Räumen fĂĽr freie Treffen und Veranstaltungen.

1984 Ausstellung „Es geht auch anders“ im FreienBildungsZentrum (FBZ)
Beratungen zu Baustoffen, Gesundheit, Ă–kologie..

1985 Umbenennung in „Umweltwerkstatt“
Bau von thermischen Sonnenkollektoren
Ziele Umweltschutz, Erziehung, Bildung und Beratung
Eröffnung und Betrieb „Energie und Umweltladen“ in der Linnéstraße/Bültenweg

1986/87 DurchfĂĽhrung von Bildungsurlauben
– Sonnen und Windenergie
– Ă–kologisches Bauen
– Chemikalien im Haushalt
Regelmäßige Vorträge zu technischen und politischen Themen des Umweltschutzes

1988 Zusammenarbeit mit Fa. Solvis

1989 Verkauf „Energie und Umweltladen“ als eigenständige Firma
Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Planungsbüro für ökologisches Bauen

Ab 1987 Hauptamtliche Mitarbeiter mit den Aufgabenfeldern
Informationsveranstaltungen
Umweltbibiliothek.
Solarbaukurse
Exkursionen
Beratungen zum umweltfreundlichen und energiesparenden Bauen
Niedrigenergiehäuser
Regelmäßige Vorträge zu Themen des Umweltschutzes
Schwerpunkte sind ökologisches Bauen, Energieversorgung ohne Atomenergie und ohne konventionelle Kohlekraftwerke und Stadtbegrünung

1988 Energiehearing in der Stadthalle zusammen mit Robin Wood

1989 regelmäßige Zusammenarbeit mit Greenpeace und Robin Wood
Ziel die lokale Energiewende
Mitarbeit in der KlimabĂĽndnisinitiative
Gespräche mit der Stadt Braunschweig, Dezernenten,  Umweltamt, Planungsamt, Parteien

1991 Bau einer ersten 100 Watt Solarstromanlage und Eigennutzung des Stromes

1992 Broschüre „Energiekonzept für Braunschweig“
Durchführung Bildungsurlaub „Stadtökologie“
Sommerferienaktionen „Natur pur“
Vorträge…. Andauernd
Unterstützung „Elm-Asse-Wind“ zum Bau von Windrädern am Elm

1993 Beginn Planungen für ein eigenes Windrad „Windstrom für Braunschweig“
Einwerbung von Spenden und Werbung fĂĽr das Projekt
Organisation Ausstellung „Alptraum Auto“
Energieberatung fĂĽr interessierte BĂĽrger
DurchfĂĽhrung Volkshochschulkurse fĂĽr ökologisches Bauen, 

1994 Planung und Organisation zum Bau des 1. Windrades in Braunschweig,  Geitelder Berg
Veranstaltungen mit Anliegern, Gespräche mit Parteien und im Planungsamt
Erreichen der Baugenehmigung fĂĽr das 500 kW Windrad
Überführung der Arbeitsgemeinschaft in eine selbständige Gmbh
(Das Windrad hat inzwischen ca. 20 Millionen kWh Strom erzeugt)

1995 Kollektorbaukurse
Exkursionen zu vorbildlichen Bauprojekten
Fortbildungsseminare 

1996/97 Teilnahme am „Runder Tisch, Energiekonzept für Braunschweig“ der Stadt
Themen: Wandel in der Politik und in der Stadtplanung, Förderprogramme

2000 Bau 5 kW Solarstromanlage auf der Apotheke am Hagenmarkt

2009 Bau 48 kW Solarstromanlage Kita Volkmarode
(Anlage hat inzwischen ca. 500.000 kWh Strom erzeugt)

2017 Bau 15 kW Solarstromanlage Kita Heideblick

2020 Zusammenarbeit mit Fridays for Future